Soph – the Knoff – Petzelberger

Neuigkeiten aus der Akademie

Neuigkeiten aus der Gruft Akademie

Das neue Semester beginnt, mit meinem dritten Seminar: Indie Games – Kontrolle, Privatheit und Überwachung. Bin schon gespannt, ob / wie / was / wann daraus wird – die Zeit zeigt es. Aber viel spannender als das Seminar und Semester sind zwei andere Neuigkeiten, die ich dann doch einfach in die Welt tragen möchte:

a) Soph – the Knoff – Petzelberger hat ihren ersten akademischen Artikel veröffentlicht. (An alle Leser_innen, die Soph nicht kennen, sollten das ändern, irgendwie) Der Titel lautet: Nation in Konflikt, Gender in Konflikt. Wie reflektieren syrische Aktivistinnen durch den Bürgerkrieg infrage gestellte Geschlechtsidentitäten?

Hier das Abstract:

Narrative von Nation und Geschlechteridentitäten stehen in multidimensionalen Wechselbeziehungen. In Zeiten nationaler Konflikte werden diese Narrative neu erzählt und möglicherweise nachhaltig umgeschrieben. Dieses Paper betrachtet Syrien als ein aktuelles Fallbeispiel solcher Aushandlungen. Es ruft dazu auf, Anthropologie feministisch und postkolonial zu gestalten und stellt die Stimmen fünf syrischer Frauen, welche als politische Aktivistinnen sprechen, als primäre Forschungsquellen in den Fokus.

Und hier der Link zum .pdf (in Englisch): https://www.momentum-quarterly.org/ojs2/index.php/momentum/issue/view/212

(Zeitgleich ist es auch das erste mal, dass ich in irgendeinem Text namentlich gewidmet wurde… manchmal kann die akademische Welt doch schön sein)

 

b) Julia Ingold berichtet für die Gesellschaft für Comicforschung über den großartigen Workshop der AG in Köln. Dort wurde unter dem Titel „Formen der Selbstreflexivität im Medium Comic“ über vieles gesprochen und dabei auch auf die Debatten eingegangen und darauf möchte ich dann doch kurz zitieren:

„Das präsentierte Material stieß auf reges Interesse und viele Fragen. Beispielsweise wurde bemerkt, dass diese Webcomics in der Regel lakonisch zu enden schienen und ob dies ein bestimmendes und eventuell das attraktive Strukturmerkmal der kurzen Strips sei. Das Plenum war sich einig, dass eine Besonderheit von Webcomics die daraus entstehenden Memes und die Interaktion von Rezipient_innen und Zeichner_innen sei. Die Frage wäre denn, wurde weiter diskutiert, ob hier ‚endlich’ der Autor wirklich tot sei. Eine Gefahr der freien Weiterverarbeitung, der fehlenden Macht des Autors, sahen einige darin, dass die beliebten Figuren einfach zu Propaganda-Zwecken missbraucht werden könnten, wie das etwa mit Pepe the Frog geschah. Glaser schlug vor, den Autor als ‚untot’ zu fassen.

Also mein neuer Plan für die Zukunft: Den Autor untotschlagen! (Finde das sollte ich mir gleich mal trademarken, bzw. vermutlich hat das schon jemand getan … )

Link zum ganzen Bericht: http://www.comicgesellschaft.de/2017/04/03/tagungsbericht-zum-3-workshop-der-ag-comicforschung/